Was ist ein außenläufermotor?

Typischerweise ist ein Außenläufermotor ein Permanentmagnet-Synchronmotor (PMSM). Daher besteht der Motor aus einem Stator mit Spulen und einem Rotor mit Permanentmagneten. Bei herkömmlichen Motoren sind die Magnete an einer Achse befestigt, die sich an der Innenseite der Statorspulen dreht. Dies wird als Innenläufermotor bezeichnet. Bei einem Außenläufermotor sind die Magnete dagegen an einem Ring oder einer Hülse an der Außenseite der Statorspulen befestigt. Infolgedessen hat der Motor anstelle einer rotierenden Achse einen rotierenden Ring oder eine rotierende Hülse. 

Vorteile eines außenläufermotor

Der wichtigste Vorteil eines Außenläufermotors im Vergleich mit einem Innenläufermotor besteht darin, dass die Oberfläche des Luftspalts viel größer ist. Mit anderen Worten, die Fläche des Magnetfeldes vom Rotor zum Stator und umgekehrt ist viel größer. So wird mehr elektromechanische Kraft erzeugt. Der Hebelarm ist bei einem Außenläufermotor länger, da die Kraft weiter vom Rotationszentrum entfernt erzeugt wird. Ein größerer Luftspalt und ein längerer Hebelarm führen zu einem höheren Drehmoment. Dadurch können Außenläufermotoren viel größere Drehmomente erreichen als Innenläufermotoren mit dem gleichen Bauvolumen.

Innenläufermotoren sind häufig mit Getrieben ausgeführt, um das gewünschte Drehmomentniveau zu erreichen. Das Hinzufügen dieser Mechanismen führt jedoch zu einem höheren Bauvolumen, mechanischen Verlusten, mehr Wartungsaufwand, Verunreinigungen (durch Öl, Fett) und einer geringeren Genauigkeit. Wenn das Bauvolumen beschränkt ist und hohe Drehmomentniveaus erforderlich sind, sind Außenläufermotoren die beste Wahl.

•    Maximales Drehmoment bei minimalem Bauvolumen
•    Keine Notwendigkeit für mechanische Übertragung oder Getriebe
•    Der Rotor kann die Anwendung direkt antreiben
•    Extrem hohe Genauigkeit
•    Kein Verunreinigungsrisiko

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